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Foto: Adobe Stock/deagreez

„Ich habe hart gebüffelt, im Studium aber auch immer mehr Spaß an der Physiotherapie gewonnen.“

8. Mai 2024

Lukas Hörnchen hat an der Hochschule für Gesundheit (HS Gesundheit) in Bochum den Bachelorstudiengang Physiotherapie studiert. Heute gehört der Physiotherapeut zum Leitungsteam der Praxis Biele, einer Praxis für Krankengymnastik, am Standort Herne-Stadtmitte und Bochum Laer. In der Interview-Reihe „Sprungbrett HS Gesundheit“ blickt Lukas Hörnchen auf sein Studium zurück und berichtet aus seinem heutigen Berufsleben.

Warum genau der Studiengang …

Als Jugendlicher habe ich in einer Fußballmannschaft gespielt, die Mannschaft zum Teil auch trainiert. Ich habe gesehen, wie viel sich mit gezielten Bewegungsübungen im Sport herausholen lässt. Die Physiotherapie beschäftigt sich mit der Arbeit am Bewegungssystem und deswegen habe ich mich für ein Studium der Physiotherapie entschieden. Eine Entscheidung, die ich nie bereut habe.

Lukas Hörnchen. Foto: Picture People

Was nach dem Studium geschah …

Ich habe im ambulanten Setting in einer Praxis für Physiotherapie gearbeitet, in der ich bereits während des Bachelorstudiums einzelne Kurse übernommen hatte. Denn ein Studium ist in meinen Augen eine wichtige Basis für die Tätigkeit als Physiotherapeut*in, was danach aber unentbehrlich ist, ist Berufserfahrung in enger Verbindung mit selbstkritischer Weiterentwicklung. Nach einem Jahr habe ich gemerkt, dass mein Wissensdurst noch nicht gestillt ist. Ich wollte mein an der HS Gesundheit erworbenes Wissen, meine Fähigkeiten und Forschungskompetenzen gerne weiter ausbauen und noch tiefer in die evidenzbasierte Physiotherapie hineinblicken.

So ging ich den akademischen Weg weiter, absolvierte ein berufsbegleitendes Masterstudium in Muskuloskelettale Therapie (OMT) an der Hochschule Osnabrück und wechselte in die akademisch geprägte Praxis Biele am Standort Herne-Stadtmitte. Vor drei Jahren stieg ich dann ins Leitungsteam der Praxis ein.

Mein heutiger Berufsalltag …

Ich habe bewusst die Möglichkeit ergriffen, nicht 40 Stunden mit Patient*innen zu arbeiten, sondern meinen Arbeitsalltag breiter aufzustellen. Neben den Aufgaben, die ich in der fachlichen Praxisleitung übernehme, arbeite ich heute 20 Stunden mit Patient*innen, was mir wichtig ist, weil mir der Patient*innenkontakt sehr viel Freude bereitet. Ich bin von der evidenzbasierten Physiotherapie, wie ich sie an der HS Gesundheit mit auf den Weg bekommen habe überzeugt. Das binde ich in der Rolle als fachliche Leitung der Praxis ein und wende das Wissen ebenso bei Patient*innen an. Zusätzlich arbeite ich seit vier Jahren in einer kleinen Dozentenanstellung für die Fortbildungseinrichtung „FoBi im Pott“. Dabei helfe ich Physiotherapeut*innen mit ausländischem Abschluss in Deutschland ihre Berufszulassung zu erhalten.

Das habe ich aus meinem Studium mitgenommen …

Neben meiner akademischen Ausbildung zum evidenzbasierten Physiotherapeuten habe ich aus meiner Studienzeit an der HS Gesundheit die wichtigen Eigenschaften des kritischen Denkens, Hinterfragens und Einordnens von unterschiedlichen Quellen mitgenommen. Vor allem habe ich aber verstanden, welch‘ wichtige Rolle die Akademisierung der Physiotherapie in der Entwicklung des Berufstandes einnimmt.

Erinnerungen an meine Studienzeit …

Der Beginn der Studienzeit hat mich aus meiner Komfortzone herausgeholt. Ich komme aus einem kleinen Dorf und bin für das Studium in die Stadt gezogen, was anfangs ein Kulturschock, aus heutiger Sicht aber eine sehr gute Entscheidung war. Was das Studium an der HS Gesundheit selbst betrifft, habe ich Erinnerungen an lernintensive Phasen, das Studium ist Fleißarbeit. Dafür musste ich das Feuer für den Beruf in mir haben, das mich auch heute noch antreibt. Ich habe hart gebüffelt, im Studium aber auch immer mehr Spaß an der Physiotherapie gewonnen, was auch an den Lehrenden lag. Ich bin sehr dankbar bei einem so kompetenten Team an Lehrenden, das selbst viel Spaß an der Physiotherapie hat und sich in die Lehre reinhängt, studiert zu haben. Heute weiß ich, wie hochqualitativ das Studium war.

Mein Tipp für Studierende …

Das Gefühl von zwischenzeitlicher Überforderung im Studium auch mal zu akzeptieren und trotzdem weiterzumachen, denn es lohnt sich.

Foto:Jürgen Nobel/Grafik:HS Gesundheit
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