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Regelmäßiges Training führt zum Erfolg

Wie kann man Menschen, die unter einer Sprachstörung leiden, weil sie zum Beispiel einen Schlaganfall erlitten haben, helfen und auf ihre Belange aufmerksam machen? Dr. Ellen Meyer, Vertretungsprofessorin im Studienbereich Logopädie des Departments für Angewandte Gesundheitswissenschaften an der hsg Bochum, hat jetzt einen Film produziert.

„Eine logopädische Therapie ist für Aphasiker*innen, also für Menschen mit Sprachstörungen, enorm wichtig. Um gute Erfolge zu erzielen, ist ein regelmäßiges Training anzuraten. In der Regel sollte fünf Mal pro Woche eine intensive Sprachtherapie mit einem oder einer ausgebildeten Logopäd*in stattfinden. Zudem sollten die Patient*innen noch alleine trainieren und dabei die Pausen nicht vergessen. Das Wochenende sollte genutzt werden, um zu regenerieren.“ So lautet die Botschaft von Dr. Ellen Meyer, die jetzt auch einen Film zum Thema ‚Aphasie‘ produziert hat, um auf die Belange der Aphasiker*innen aufmerksam zu machen. In dem Film wird deutlich, wie anstrengend es für die Interviewpartner*innen wegen ihrer Sprachstörung ist, ein Gespräch zu führen. Gleichzeitig präsentieren sich Menschen, die mit viel Tatkraft Schritt für Schritt ihre Sprache verbessern und am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Meyer: „Mit dem Film möchte ich zeigen, dass eine Aphasie, also eine erworbene Sprachstörung, die häufig als Folge einer Schädigung des zentralen Nervensystems auftritt, jeden Menschen ereilen kann. Die Betroffenen verlieren von einem Tag auf den anderen sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten. Leider haben Aphasiker*innen keine Lobby. Dabei benötigen sie die Unterstützung der Gesellschaft. Mit dem Film möchte ich auf die Probleme dieser Menschen aufmerksam machen und um mehr Verständnis werben.“


Der von Ellen Meyer produzierte Film ‚Aphasie‘ ist hier und auf Youtube zu finden.

In einem Interview mit dem Titel ‚Der Weg zurück in die Sprache‘ hat Dr. Ellen Meyer der Wissenschaftsjournalistin Dorothee Schulte viele Fragen zu dem Thema ‚Aphasie‘ beantwortet. Es ist in der Zeitschrift ‚Angehörige pflegen‘ in der Ausgabe 2/2018, S. 28-31 erschienen.


Aufmacher: hsg

Text: Dr. Christiane Krüger, Pressesprecherin der hsg Bochum und Leiterin des hsg-magazins

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