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DAS ONLINE-MAGAZIN DER HOCHSCHULE FÜR GESUNDHEIT IN BOCHUM

InGe schafft neue Angebote

Das Interprofessionelle Gesundheitszentrum (InGe) an der hsg Bochum verknüpft Lehre und Forschung mit wichtigen und innovativen Angeboten zur Gesundheitsversorgung – von der Geburtsvorbereitung bis zur Einrichtung einer seniorengerechten Wohnung.

Wie bereite ich mich auf die Geburt vor? Wie formuliere ich eine Patientenverfügung? Wie gestaltete ich meine Wohnung altersgerecht? – Fragen von der Geburt bis ins hohe Alter, die durch den demografischen Wandel aktueller denn je sind und seit Dezember 2017 im Interprofessionellen Gesundheitszentrum – kurz: InGe – der hsg Bochum beantwortet werden. Eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung, die hochschulische Aufgaben der Lehre und Forschung mit Angeboten zur Gesundheitsversorgung verknüpft, so wie es in Ländern wie Schottland oder England bereits länger praktiziert wird.

„Ziel ist es, innovative Leistungen zu entwickeln und nach erfolgreicher Evaluation der Regelversorgung zur Verfügung zu stellen, das InGe ist also eine Kombination aus Lehre und Forschung mit der Versorgung und Beratung von Patient*innen und Klient*innen, die dabei bewusst im Mittelpunkt stehen“, erklärt Prof. Dr. Christian Grüneberg, Leiter des Studiengangs Physiotherapie im Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften der hsg Bochum und erster Vorsitzender des InGe.

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Prof. Dr. Christian Grüneberg (im Bild rechts) ist seit Mitte Dezember 2017 Vorsitzender des InGe-Vorstands. Foto: hsg Bochum/Jürgen Nobel

Das InGe bringt dabei alle zusammen: Kooperationspartner*innen, Wissenschaftler*innen, Studierende und all die Menschen, die das Angebot des InGe nutzen. Studierende sollen die Möglichkeit bekommen, in den Bereichen Beratung, Behandlung oder auch Diagnose praktische Erfahrungen zu sammeln und gemeinsam mit den Lehrenden neue Konzepte zur Diagnose, Therapie und Versorgung zu entwickeln und zu implementieren. Grüneberg: „Die Mitglieder des InGe sind sich einig, dass die Angebote einen hohen innovativen Charakter aufweisen sollen. Da sind die Kolleg*innen gefragt, Projektideen aufzuzeigen, die aus der Profession herauskommen und unter anderem auch interprofessionell weiterentwickelt werden müssen. So haben wir zum Beispiel aus vielen Bereichen diverse Projekte: Schulgesundheit, Schwangerschaft, Diagnostik und Modell-Intervention bei Arthrose, Kindersprachentwicklungs- und Schriftsprachstörungen.

Den Start machten unter anderem Angebote für Schwangere, junge Eltern, aber auch ältere Menschen und pflegende Angehörige. So beantwortet das ‚Patienten-Informations-Zentrum‘ (PIZ) des InGe Fragen über Erkrankungen und pflegerische Hilfsmittel oder berät, wenn es um die altersgerechte Einrichtung der Wohnung oder das Formulieren einer Patientenverfügung geht. Zu diesen und ähnlichen Themen werden Schulungen angeboten, die jedoch kein Ersatz für Arztbesuche, ärztliche Diagnosen oder konkrete Therapievorschläge sind. Außerdem hält das PIZ kostenlose Flyer und Broschüren bereit. Für Schwangere und junge Familien gibt es im Rahmen vom InGe ergänzende Angebote wie zum Beispiel einer Wochenbettsprechstunde, die von erfahrenen Hebammen gemeinsam mit Studierenden des Studienbereichs Hebammenwissenschaft geplant und durchgeführt wird. Ein Angebot nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Grüneberg: „Unser Auftrag ist es, die Versorgung zu verändern und zu verbessern und dafür die besten Leute auszubilden.“


Text: Tanja Breukelchen, freie Journalistin. Der Text erschien am 23. August 2019 online im hsg-magazin.

Aufmacher: Der erste Vorstand des InGe (im Bild v.l.n.r.): Prof. Dr. Christian Grüneberg (InGe-Vorsitzender), Silvia Gosewinkel, Prof. Dr. Wolfgang Deiters und Prof. Dr. Sandra Bachmann (stellvertretende Vorstandsvorsitzende). Foto: hsg Bochum

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