hsg-magazin

DAS ONLINE-MAGAZIN DER HOCHSCHULE FÜR GESUNDHEIT IN BOCHUM

Karrierewege an der hsg

In dieser Serie erzählen Nachwuchswissenschaftler*innen der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) von ihrem Karriereweg. Und so unterschiedlich die Karrieren auch beginnen und so divers die Ausbildungen, Berufe, Fachrichtungen und Forschungsschwerpunkte auch sind, die Nachwuchswissenschaftler*innen finden an der hsg Bochum gute Rahmenbedingungen.

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Nach dem Schulbesuch im Bergischen Land studierte Mirjam Peters Psychologie im Bachelor-Studiengang an der Fernuniversität in Hagen. Nach ihrem ersten Semester begann sie außerdem die Ausbildung zur Hebamme in Berlin-Neukölln und ist danach insgesamt fünf Jahre als freiberufliche Hebamme im Bereich der Schwangerenvorsorge und Wochenbettbetreuung tätig gewesen. Nach ihrem bestandenen Bachelor-Abschluss hängte Peters noch ein Master-Studium auf dem Gebiet Public Health mit dem Schwerpunkt Versorgungsforschung an. Seit über fünf Jahren lebt sie nun in Köln und ist inzwischen als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Hebammenkunde an der hsg Bochum tätig. Nachdem sie zunächst auf dem Gebiet des Blended Learnings im Studienbereich Hebammenwissenschaft an der hsg angestellt war, ist sie seit Februar 2017 Projektmitarbeiterin bei HebAB.NRW an der hsg. Von 2016 bis 2018 war sie Beisitzerin im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft und ist seitdem Leitlinienbeauftragte dort. Außerdem promoviert Peters seit Oktober 2018 in Kooperation mit der Universität Bielefeld und meint: „Die hsg Bochum als junge Hochschule bietet wunderbare Rahmenbedingungen zur Promotion.“ Foto: hsg

 

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Mit 40 Jahren hat sich Katja Ehrenbrusthoff dazu entschlossen, zu promovieren – im Jahr 2019 wird sie voraussichtlich mit 46 Jahren ihre Promotionsarbeit einreichen. Direkt nach dem Abitur machte Ehrenbrusthoff eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. Danach arbeitete sie in verschiedenen Rehabilitations-Kliniken und spezialisierte sich in dieser Zeit in der manuellen Therapie auf Menschen mit Erkrankungen am Bewegungsapparat. Nachdem sie ein Zertifikat in der Orthopädischen Manuellen Therapie (OMT) machte, das ihr als Bachelor-Äquivalent anerkannt wurde, studierte Ehrenbrusthoff ab 2008 in einem Fernstudium den Masterstudiengang ‚Advanced Clinical Practice – Manipulative Therapy‘ an der Teesside University in Middlesbrough in England. Mit dem Masterabschluss in der Tasche, begann sie 2011 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der hsg Bochum zu arbeiten. Hier ist sie unter anderem für die Betreuung und Weiterentwicklung der Skills Labs verantwortlich. Die Physiotherapeutin promoviert an der hsg Bochum und der Teesside University über somatosensorische Dysfunktion bei Menschen mit chronischen Rückenschmerzen, also über Veränderungen des Gehirns bei der Verarbeitung von sensorischen Reizen bei Menschen mit ständigen Rückenschmerzen. Ehrenbrusthoff zeigt sich zufrieden und sagt: „Ich habe in meiner Promotion Strukturen, in denen ich wirklich gut betreut werde.“ Foto: hsg

 

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Dr. Sandhya Küsters nimmt seit Frühjahr 2018 an dem NRW-Landesprogramm ‚Karriereweg FH-Professur‘ teil, das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft getragen und über das sie drei Jahre lang gefördert wird. Sandhya Küsters ist seit August 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Department of Community Health (DoCH) der hsg Bochum. Geboren im Ruhrgebiet absolvierte sie ihr Magister-Studium der Vergleichenden Religionswissenschaft mit den Nebenfächern Ethnologie und Spanisch an der Universität Münster. Sie war seit dem Jahr 2010 Fellow der RUB Research School der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und promovierte im Rahmen der Nachwuchsforschergruppe ‚Religion vernetzt – wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Potentiale religiöser Vergemeinschaftung‘. Ihre Forschungsgebiete sind Qualitative Sozialforschung, Diversity-Studies, Diaspora-Hinduismus, und Medizinethnologie. Sandhya Küsters hatte alle Voraussetzungen für eine FH-Professur gesammelt – bis auf eine: ausreichende Berufserfahrungen außerhalb einer Hochschule. Genau hier setzt das Landesprogramm an: Seit April 2018 arbeitet Küsters als wissenschaftliche Mitarbeiterin sowohl im DoCH als auch im Bereich der offenen Seniorenarbeit bei der Caritas. Ihre beiden Mentorinnen an der Hochschule, Prof. Dr. habil. Heike Köckler (Dekanin des DoCH) und Prof. Dr. Christiane Falge (Professorin Gesundheit und Diversity im DoCH), haben mit ihr einen Drei-Jahres-Plan aufgestellt. Am Ende wird ein Gutachten über die Entwicklung geschrieben. Foto: hsg

 

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Der Lebensweg von Jens Riede zeigt anschaulich, dass ein Kurswechsel in der Berufswahl keinen Karriereknick bedeuten muss: Nach der 12. Klasse hat er die Schule verlassen und ist zehn Jahre bei der Bundeswehr tätig gewesen, wo er auch eine berufliche Weiterbildung zum Betriebswirt absolvierte. Danach studierte er Wirtschaftsjura, machte 2009 seinen Bachelor-Abschluss und arbeitete bis 2011 bei einem Insolvenzverwalter als Abteilungsleiter. 2012 begann Jens Riede das Bachelor-Studium im Studiengang Pflege an der hsg Bochum mit dem Schwerpunkt Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. An der hsg hat er nun seinen beruflichen Weg gefunden: Zunächst arbeitete er als wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Sandra Bachmann zur Versorgungssituation von chronisch-kranken Kindern in Bochum parallel zum Master-Studium Evidence-based Health Care. Seit Anfang 2017 ist er im Interprofessionellen Gesundheitszentrum (InGe) tätig und finanzierte seine Master-Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt EPItect, bei dem es um die pflegerische Unterstützung epilepsiekranker Menschen durch einen In-Ohr-Sensor geht. Nach Abschluss des Master-Studiums Anfang 2018 arbeitet er zusätzlich im Skills Lab des Departments für Pflegewissenschaft. Jens Riede hat Karriere gemacht – schon wieder. „Im Nachhinein kann ich sagen, dass es für mich der richtige Schritt war, noch einmal den beruflichen Weg zu ändern“, sagt Riede. Als nächsten Schritt möchte er nun über die Auswirkungen von technischen Hilfsmitteln bei chronisch kranken Kindern und Jugendlichen auf ihren Alltag promovieren. Foto: hsg

 

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Sie zählte zu den ersten Studierenden der hsg Bochum überhaupt. Und nicht nur das: Sie gehörte zum ersten Jahrgang des Bachelor-Studiengangs Logopädie und des Master-Studiums ‚Evidence-based Health Care’ der Hochschule. Pia von Boetticher, in Bremen aufgewachsen, hatte zunächst in Hamburg eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten absolviert. Seit ihrem siebten Semester im Bachelor-Studiengang, also nach ihrem Examen, arbeitete sie in Essen als Logopädin. „Angestellt war ich zwar in einer Praxis, gearbeitet habe ich aber viel in der Akutversorgung im Krankenhaus. Hier war ich im Bereich der Neurologie eingesetzt und hatte häufig mit erwachsenen Patient*innen zu tun, die an Schluckstörungen litten“, erklärt sie. In dieser Zeit kristallisierten sich die sogenannten „Dysphagien“ dann auch als ihr Schwerpunkt heraus: „Zunächst hatte ich mich mit der Dysphagie im Rahmen meiner Master-Arbeit beschäftigt und ich möchte nun das Thema Schluckstörungen in der Aus- und Weiterbildung von Logopäd*innen in Deutschland in einer Dissertation weiter ausarbeiten“, schildert von Boetticher. „In der Berufsausbildung für Logopäd*innen ist Dysphagie nämlich bisher unterrepräsentiert.“ Seit sie im September 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der hsg Bochum begonnen hat, arbeitet sie nicht mehr in der Klinik. Ihre Promotion wird sie an der Universität Witten/Herdecke an der Fakultät für Gesundheit durchführen; ihre Zweitgutachterin wird Dr. Kerstin Bilda, Logopädie-Professorin an der hsg Bochum, sein. Foto: hsg/Volker Wiciok

 

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Tobias Braun ist seit 2008 studierter Physiotherapeut mit Bachelor-Abschluss. Er hat Bewegungs- und Sportgerontologe im Masterstudiengang an der Deutschen Sporthochschule in Köln und den Masterstudiengang Neurorehabilitation an der Donau-Universität Krems in Österreich studiert. Nach einer Tätigkeit als Physiotherapeut in einer Rehabilitationsklinik für Menschen mit neurologischen Erkrankungen in der Schweiz arbeitet er seit 2011 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Studienbereich Physiotherapie an der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum). Seit 2014 promoviert er an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln in Kooperation mit der hsg Bochum. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in der neurologischen und geriatrischen Rehabilitation, wie beispielsweise der physiotherapeutischen Versorgung von Menschen mit einem Schlaganfall oder einer Demenzerkrankung. Tobias Braun ist in Dormagen im Rheinland aufgewachsen, fühlt sich aber auch mitten im Ruhrgebiet wohl und sagt: „Hier gefallen mir vor allem die Industriekultur und die Wandermöglichkeiten entlang des Ruhrtals.“ Foto: hsg

 

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Nach eigener Aussage ist Lea Abdel Ghani „im Herzen Logopädin“ – das hält sie aber nicht davon ab, auch in anderen Bereichen an der hsg Bochum intensiv und fachkundig mitzuarbeiten. Geboren wurde die junge Wissenschaftlerin in der Nähe von Siegen und absolvierte bereits ihr Fachabitur mit einem Fokus auf dem Thema ‚Gesundheit‘. Ihren Bachelor-Abschluss in Logopädie legte sie 2015 und ihren Master-Abschluss in Evidanced based Health Care 2016 an der Hochschule für Gesundheit ab. Seit 2018 promoviert sie über Weaning Patient*innen, also Patient*innen, die maschinell beatmet werden müssen und deswegen nicht sprechen können. In einer Elternzeitvertretung ist die studierte Logopädin derzeit zuständig für die Entwicklung und Koordination in Studium und Lehre für interprofessionelle Lehr- und Lernstrukturen (Interprofessionell Education – IPE) im Department für Angewandte Gesundheitswissenschaft. Außerdem ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Ethik-Kommission der hsg tätig. Lea Abdel Ghani sagt über ihre Hochschule: „An der hsg Bochum schätze ich, dass hier ein junges Team arbeitet, das offen für neue Ideen und Projekte ist.“ Foto: hsg/Volker Wiciok

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