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DAS ONLINE-MAGAZIN DER HOCHSCHULE FÜR GESUNDHEIT IN BOCHUM

Pflegekräfte müssen gut ausgebildet sein

Hendrik Watermann ist Bachelorabsolvent des Studiengangs Pflege an der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) und studiert nun im Master ‚Bildung im Gesundheitswesen – Fachrichtung Pflege‘. Im hsg-magazin erzählt er, warum das duale Pflegestudium genau das Richtige für ihn war.

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An der hsg Bochum können Plegestudierende in Skills-Labs Fertigkeiten trainieren. Hier arbeitet Watermann gerade im sogenannten 'Spritzenzimmer'. Foto: hsg Bochum/Judith Merkelt-Jedamzik

Es war die Zusammenarbeit mit Menschen verbunden mit einem komplexen, interessanten Arbeitsbereich, das Hendrik Watermann dazu motivierte, Gesundheits- und Krankenpfleger zu werden. Nach einer kurzen Orientierungsphase an der Uni Duisburg-Essen war ihm klar, dass er innerhalb des Gesundheitssektors seine Berufung finden würde. Er informierte sich am Studieninformationstag der hsg Bochum über das Pflegestudium und war direkt von dem ausbildungsintegrierenden Ansatz überzeugt. Auch die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen den Pflege- und Therapieberufen fand Watermann spannend.

Während der Praxisphasen seines Bachelorstudiums war der heute 23-Jährige in verschiedenen Pflegeeinrichtungen tätig. Sein Arbeitgeber war dabei das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer; aber auch Stationen in der Psychiatrie in Dortmund und dem ambulanten Pflegedienst der Caritas Dortmund waren Teil der praktischen Ausbildung. Als Schwerpunkt hatte Watermann sich die allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege gesetzt. Zudem bekam er im Rahmen des generalisierten Ansatzes die Möglichkeit, während des Studiums auch viele andere Bereiche wie die Geburtshilfe, Altenpflege, Kinderkrankenpflege und die psychiatrische Pflege kennenzulernen.

Erst Staatsexamen, dann Bachelorarbeit

Im Dezember 2018 schloss Watermann dann sein Staatsexamen als Gesundheits- und Krankenpfleger ab. Anschließend stand die Bachelorarbeit auf dem Programm. Watermann erarbeitete eine Literaturanalyse zum Thema Pflegeassistenzsysteme mit besonderem Schwerpunkt auf AAL (Ambient Assisted Living). Hier geht es um Systeme, die es älteren Menschen ermöglichen sollen, länger selbstbestimmt in ihrem häuslichen Umfeld leben zu können. Die Ergebnisse seiner Arbeit konnte der frisch examinierte Pfleger dann auf dem 10. Hochschultag der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) im Rahmen einer wissenschaftlichen Posterpräsentation vorstellen.

Hendrik Watermann ist sich sicher, dass die Gesundheits- und Krankenpflege an vielen Stellen von akademisierten Pflegekräften profitieren kann. Insbesondere das Einbringen von aktuellen evidenzbasierten Erkenntnissen innerhalb des klinischen und außerklinischen Alltags zur Verbesserung der pflegerischen Versorgung sieht er als einen der entscheidenden Vorteile von akademisierten Pflegefachkräften. Ebenfalls seien Absolventen der hsg Bochum ideal darauf vorbereitet, interdisziplinär zu kommunizieren sowie versorgungssteuernde Funktionen wahrzunehmen.

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Hendrik Watermann zeigt in den Skills-Labs, wie sich Pflegekräfte die Hände desinfizieren sollten. Foto: hsg Bochum/Judith MerkeltJedamzik

Im Anschluss an sein Bachelorstudium hat der gebürtige Dortmunder den Studiengang ‚Bildung im Gesundheitswesen – Fachrichtung Pflege‘ an der Hochschule für Gesundheit begonnen. Mit diesem Masterabschluss kann Watermann künftig Pflegepersonal in Kliniken, Gemeinden, an Fachschulen, Pflegeschulen und weiteren Bildungseinrichtungen ausbilden. Der Studiengang befähigt seine Absolvent*innen, an sämtlichen Bildungseinrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung pädagogisch zu arbeiten. Aktuell absolviert Watermann hierfür eines von zwei vorbereitenden Semestern, in denen er die pädagogischen Inhalte, die für den Masterstudiengang Voraussetzung sind, nachholt.

Stark wandelnde Anforderungsprofile im Gesundheitssystem

Hendrik Watermann erklärt, was ihn an dem Masterstudiengang reizt: „Während des Bachelorstudiums habe ich gesehen, wie wichtig es ist, Pflegekräfte gut auszubilden und weiterzubilden, um den stark wandelnden Anforderungsprofilen im Gesundheitssystem gerecht zu werden. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten“. Neben dem Studium ist Watermann als wissenschaftliche Hilfskraft im Department für Pflegewissenschaft der hsg Bochum beschäftigt. Dort bereitet er die praktischen Lehrveranstaltungen in den Skills-Labs – einem wichtigen Bestandteil des Pflegestudiums an der hsg Bochum – vor und nach. Zudem hatte er im vergangenen Semester einen Lehrauftrag an der hsg Bochum. Damit ist Watermann schon jetzt daran beteiligt, dass sich die künftigen Pflegekräfte optimal auf ihre Praxis vorbereiten können.


Text: Judith Merkelt-Jedamzik, Online-Redakteurin des hsg-magazins. Der Text erschien am 10. März 2020 im hsg-magazin.

Aufmacher: Zu sehen ist Hendrik Watermann vor der hsg-Bochum. Foto: hsg Bochum/Judith Merkelt-Jedamzik

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