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DAS ONLINE-MAGAZIN DER HOCHSCHULE FÜR GESUNDHEIT IN BOCHUM

3 Fragen an Stefan Palmowski

Stefan Palmowski ist der neue und gleichzeitig auch der erste Geschäftsführer des Interprofessionellen Gesundheitszentrums (InGe) der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum). Im 3-Fragen-Interview gibt es mehr über ihn zu erfahren:

Welche Aufgaben haben aus Ihrer Sicht als Geschäftsführer des Interprofessionellen Gesundheitszentrums (InGe) nun Priorität?

Stefan Palmowski: Das Interprofessionelle Gesundheitszentrum ist als Modell einzigartig und die hsg leistet hier wirklich Pionierarbeit. Studierende können im InGe konkrete Praxiserfahrungen sammeln und dabei miteinander, voneinander aber auch übereinander lernen. Damit diese Lehre in dieser Form stattfinden kann, müssen wir darüber nachdenken, wie Bürger*innen den Weg in die hsg finden. Dazu ist in den letzten Jahren schon viel Aufbauarbeit geleistet worden und es gibt einige spannende Projekte, die im InGe zu finden sind. Um nur ein Beispiel zu nennen: Das Patienteninformationszentrum aus dem Department für Pflegewissenschaft. Patient*innen werden unter fachlicher Anleitung von Studierenden beraten. Für die Ratsuchenden ist es ein Mehrwert, denn eine gute Beratung im Themenfeld Gesundheit ist in Deutschland eher selten. Aber auch die Studierenden profitieren: Ein Beratungsgespräch mit einem Menschen, der ein reales Problem hat und der seine Gesundheitsentscheidungen von der Beratung abhängig macht, ist völlig anders als ein Rollenspiel, bei dem ich mir auch mal einen Fehler erlauben darf. Diese Erfahrung wirkt weit über das Studium hinaus und macht aus meiner Sicht die Studierenden der hsg auch für Arbeitgeber*innen noch attraktiver.

Aber es gibt natürlich auch eine ganze Reihe von Herausforderungen im Interprofessionellen Gesundheitszentrum. Einige davon hängen mit der Umsetzung von Projekten und der Einbindung von Kooperationspartnern zusammen. Hier möchte ich mich für Lösungen einsetzen, die für alle Beteiligten eine spürbare Entlastung mit sich bringen. Zu den weiteren Herausforderungen zählt aber auch die konzeptionelle Weiterentwicklung des InGe. Im Kern geht es darum, wie das Gesundheitszentrum in drei Jahren aussehen soll. Gibt es zentrale Themen, um die wir uns kümmern wollen? Wie können wir den Begriff Interprofessionalität mit Leben füllen? Welche Angebote können wir entwickeln, die sowohl für Bürger*innen als auch für Studierende und Kooperationspartner*innen relevant und nützlich sind? Mir würde jedenfalls der Gedanke gefallen, dass sich das Interprofessionelle Gesundheitszentrum in einigen Jahren als lebendiger Ort der Begegnung etabliert hat, von dem Studierende und Bürger*innen gleichermaßen sagen: „Die Zeit im InGe hat mich weitergebracht“.

Welche Erfahrungen aus Ihrem bisherigen beruflichen Lebensweg sind in der neuen Position hilfreich?

Palmowski: In den vergangenen Jahren konnte ich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven auf das Gesundheitswesen blicken und habe so die Sichtweise von Patientient*innen, vielen Berufsgruppen, Kostenträger*innen und anderen Interessenvertreter*innen kennengelernt. Ich denke, ein breites Verständnis davon, wie das Gesundheitswesen funktioniert – oder gerade auch nicht funktioniert – ist im Zusammenhang mit dem InGe sehr hilfreich.

Worauf freuen Sie sich besonders?

Palmowski: In den ersten beiden Wochen an der hsg habe ich mit vielen Menschen gesprochen, denen man die Begeisterung für das, was sie tun, direkt anmerkt.  Auf die Zusammenarbeit mit ihnen freue ich mich besonders.


Das Interview führte Dr. Anna Knaup, Online-Redakteurin des hsg-magazins. (22.11.2018)

Aufmacher: hsg.

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