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DAS ONLINE-MAGAZIN DER HOCHSCHULE FÜR GESUNDHEIT IN BOCHUM

Die Zentrale Studienberatung

Im Interview erklären Claudia Herm, Esther Mara Junker und Nadine Bitterwolf von der Zentralen Studienberatung der Hochschule für Gesundheit (hsg), bei welchen Fragen und Problemen sie die richtigen Ansprechpersonen sind und was alles zu ihren Aufgaben gehört.

Bei Ihnen können sich Studieninteressierte über das Angebot der hsg erkundigen. Welche Studienmöglichkeiten gibt es denn hier?

Claudia Herm: Diese Frage stellen uns Schüler*innen gerade auf Messen auch sehr häufig. Die hsg ist eine staatliche Fachhochschule, an der man praktisch orientierte Studiengänge mit dem Schwerpunkt ‚Gesundheit‘ studieren kann. Derzeit werden acht Bachelor und zwei Masterstudiengänge angeboten.

Esther Mara Junker: Zum einen haben wir die ausbildungsintegrierenden Bachelor-Studiengänge Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Pflege und Physiotherapie, die mit der staatlichen Prüfung und dem Bachelor of Science abschließen. Zum anderen gibt es noch den grundständigen Studiengang Gesundheit und Diversity, welcher mit dem ‚Bachelor of Arts‘ abschließt.

Nadine Bitterwolf: Außerdem bieten wir berufsbegleitende Bachelor-Studiengänge an, einmal ‚Gesundheit und Sozialraum‘, der eine abgeschlossene Berufsausbildung im Gesundheitsbereich voraussetzt, und den weiterqualifizierenden Bachelor ‚Evidenzbasierung pflegerischen Handelns‘ für bereits examinierte Pflegekräfte.

Herm: Zum Angebot gehören außerdem noch die Masterstudiengänge ‚Evidence-based Health Care‘ und ‚Gesundheit und Diversity in der Arbeit‘.

Beraten Sie in der Zentralen Studienberatung ausschließlich zu Studiengängen der hsg?

Junker: Nicht ausschließlich. Im Rahmen der Studienorientierung schauen wir mit den Studieninteressierten individuell, welches Studium zu ihnen passt. Das kann auch ein Studiengang sein, welcher nicht an der hsg angeboten wird.

Bitterwolf: Da wir eng mit anderen Hochschulen vernetzt sind und uns regelmäßig austauschen, können wir bei Bedarf auch Kontakte zu den Studienberater*innen anderer Hochschulen herstellen, die dann ergänzend beraten können.

Herm: Uns in der Zentralen Studienberatung ist ganz wichtig, dass wir ein ergebnisoffenes Beratungsverständnis haben. Das ist im Rahmen von KAoA (kein Abschluss ohne Anschluss – eine landesweite Initiative zur Verbesserung der Orientierung nach dem Schulabschluss) auch unser Auftrag. Wenn die Wahl dann auf einen Studiengang der hsg fällt, freuen wir uns natürlich sehr und gehen dann im Gespräch detailliert auf die Besonderheiten und Voraussetzungen dieses Studiengangs ein.

An der hsg gibt es ja auch ein Schnupperstudium. Was genau ist das?

Junker: Beim Schnupperstudium haben Studieninteressierte die Möglichkeit, nach Voranmeldung eine reguläre Lehrveranstaltung zu besuchen. So bekommen sie einen Einblick, wie das Studium funktioniert, können Kontakt zu Studierenden und Lehrenden knüpfen.

Herm: Das Schnupperstudium bietet außerdem die Möglichkeit, sich die Hochschule einmal persönlich anzuschauen, somit einen ersten Eindruck zu bekommen und vor allem die wissenschaftliche Herangehensweise an die Themen des Studiengangs zu erleben.

Die Zentrale Studienberatung ist ja nicht nur für Studieninteressierte da. Was sind denn die häufigsten Themen, mit denen Studierende an Sie herantreten?

Junker: Studierende kontaktieren uns beispielsweise, wenn es um die Wahl eines Masterstudiengangs geht. Dann schauen wir gemeinsam, in welche Richtung es gehen soll und wo Studiengänge angeboten werden, die in Frage kommen könnten. Auch das Thema Studienfinanzierung wird regelmäßig in unseren Sprechstunden angesprochen. Aber es werden ebenfalls immer wieder einfache Formalitäten abgefragt, wie zum Beispiel‚Wo finde ich Formulare für etwas?‘ oder  ‚Wie kann ich mich exmatrikulieren?‘.

Bitterwolf: Hinter einem Wunsch nach Exmatrikulation steckt häufig ein Zweifel am Studium. Hier versuchen wir die Gründe dafür herauszufinden und schauen dann gemeinsam, welche Optionen es gibt und welche Wege möglich wären – von einer Fortsetzung des Studiums über einen Fach- oder Hochschulwechsel bis hin zum tatsächlichen Abbruch des Studiums. Entscheiden muss sich die/der Studierende hier jedoch alleine.

Herm: Das ist ein wichtiger und auch typischer Punkt in der Beratung: Wir werden immer wieder gefragt ‚Was würden Sie denn an meiner Stelle entscheiden?‘ – egal ob es um Studienzweifel oder auch um die Studienentscheidung geht. Wir können allerdings keine Entscheidungen für die Ratsuchenden treffen, sondern nur dabei unterstützen, alle relevanten Informationen zu erhalten, um eine eigene fundierte Entscheidung zu treffen.

Neben der persönlichen Beratung in der Sprechstunde, per Telefon oder Mail sind Sie ja auch auf Messen und anderen externen Veranstaltungen vertreten. Was sind das für Veranstaltungen und warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, dass die hsg dort vertreten ist?

Herm: Die Zentrale Studienberatung ist tatsächlich sehr viel außer Haus unterwegs. Das sind einerseits natürlich größere Messen wie die ‚Einstieg in Köln‘ oder auch die regionalen Messeformate ‚vocatium‘. Aber wir pflegen auch gute Kontakte mit Schulen, die uns regelmäßig zu Berufsinformationstagen zu sich einladen. Ein Vorteil hierbei ist vor allem, dass die Hemmschwelle, uns anzusprechen, sehr gering ist. Wir hören oft, dass der ‚Angebots-Dschungel‘ an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten gerade zu Beginn des Orientierungsprozesses erstmal überwältigend erscheint. Wenn die Beratung dann an die Schule kommt, können wir oft schon etwas bei der ersten Sondierung helfen.

Bitterwolf: Auf Messen und externen Veranstaltungen können wir auch diejenigen erreichen, für die unser Studienangebot bisher noch keine Alternative war, weil sie die hsg Bochum einfach nicht kannten oder sie noch nicht wussten, dass man zum Beispiel Gesundheitsfachberufe auch studieren kann.

Was ist denn die nächste große Veranstaltung der Zentralen Studienberatung vor Ort an der hsg?

Herm: An der hsg Bochum selber haben wir in den nächsten Monaten einige Schulbesuche geplant. Das heißt, dass sich Lehrer*innen an uns gewandt haben und mit ihrer Klasse vorbeikommen, Beispielvorlesungen, Infovorträge und Mitmachaktionen angeboten bekommen, um uns kennenzulernen. Die nächste große Veranstaltung im Rahmen des UniverCity-Verbunds ist der ‚Lange Abend der Studienberatung‚ am 28. Juni 2018 von 16.00 bis 20.00 Uhr. Gemeinsam mit den anderen Bochumer Hochschulen bieten dann wir auf dem Campus der Ruhr Universität Bochum Informationsstände zur Studienberatung an.


Das Interview führte Dr. Anna Knaup, Online-Redakteurin des hsg-magazins.

Fotos: hsg. Aufmacher: hsg. Zu sehen sind von links nach rechts: Esther Mara Junker, Nadine Bitterwolf und Claudia Herm.

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