hsg-magazin

DAS ONLINE-MAGAZIN DER HOCHSCHULE FÜR GESUNDHEIT IN BOCHUM

Ein Mann, ein Wort, eine Wiese

Summender und brummender Besuch an der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum): Seit es eine Wildblumenwiese auf dem Gelände des Gesundheitscampus gibt, zieht es viele sechsbeinige Besucher an die Hochschule. Geplant und umgesetzt hat das Projekt ‚Insektenfreundliche Wiese‘ Heiko Eberlein, Mitarbeiter in der Haustechnik der hsg Bochum. Im Interview mit dem hsg-magazin erzählt er, warum er sich vorgenommen hat, den Campus insektenfreundlicher zu machen.

Wie kam es, dass Sie sich für das Thema insektenfreundliche Pflanzen interessieren?

Heiko Eberlein: Auf die Idee bin ich tatsächlich vorletztes Jahr gekommen – beim Radiohören auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Es gab im Radio – auf WDR 2 – einen Bericht über unsere Vorgärten die nur noch aus Steinen und Lebensbäumen bestehen und überhaupt nicht mehr insektenfreundlich sind. Und ein dringender Handlungsbedarf besteht. Dem stimmte ich zu. Aber mein Vorgarten sah leider auch so aus! Eben pflegeleicht! Also bin ich am folgenden Wochenende zur Gärtnerei gegangen und habe alle Lebensbäume gegen bienen- und insektenfreundliche Stauden getauscht. Es sieht jetzt viel besser aus und man fühlt sich auch besser.

Und wann hatten Sie die Idee, die Blumen auch an die hsg Bochum zu bringen?

Eberlein: Das war kurz nachdem der Bau des ProDi-Gebäudes (Anm. der Redaktion: ProDi steht für ‚Zentrum für Protein-Diagnostik‘) fertig war. Als ich gesehen habe, dass eine große Fläche hinter dem Parkplatz des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) brachlag, kam mir die Idee. Ich finde, der Begriff ‚Gesundheit‘, der das LZG.NRW und die hsg Bochum vereint, hat auch etwas mit Umwelt und Verantwortung zu tun. Die Idee wurde dann im Haus gleich gut angenommen. Besonders die befürwortende Unterstützung von Marianne Hoose und Christina Adams aus dem Facilitymanagement der hsg Bochum war sehr hilfreich. Sie haben das Projekt sofort unterstützt, wo andere über den Vorschlag nur gelächelt haben. Meine IT-Kollegen haben einen Spruch an ihrer Tür hängen, der hier super passt: Machen ist wie wollen, nur krasser.

Wie sucht man denn die richtigen Blumen für so ein Projekt aus?

Eberlein:  Die passende Blumenmischung wurde dann in Zusammenarbeit mit unserer Gartenfirma Gegenbauer abgestimmt, denn wir wollten nicht nur irgendeine Billigmischung. Sie sollte insektenfreundlich und auch etwas für das Auge sein. Seit Mitte Juni 2020 blüht die Wiese jetzt in bunten Farben und zieht – wie erhofft – viele Insekten an.


Text: Das Interview führte Judith Merkelt-Jedamzik, Online-Redakteurin des hsg-magazins. Der Text erschien am 11. August 2020 im hsg-magazin.

Aufmacher:  Heiko Eberlein steht neben der von ihm angelegten Wildblumenwiese. Foto: hsg Bochum/Judith Merkelt-Jedamzik

Artikel teilen:
wissen & austauschen

Die umweltbezogene (Un)Gerechtigkeit untersuchen

Wenn Menschen in einem Stadtteil acht Jahre weniger leben als in einem anderen Stadtteil – ist das gerecht? Dr.in habil. Heike ...
lernen & lehren

‚Gesundheit und Sozialraum‘ an der hsg studieren. Was heißt das eigentlich?

Cornelia Iffland, 29 Jahre alt, studiert im 4. Semester ‚Gesundheit und Sozialraum‘ an der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum.
© 2020 Hochschule für Gesundheit, Bochum
Datenschutz / Impressum