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Gemeinsam Perspektiven schaffen

Das Mentoring-Programm der Hochschule für Gesundheit (hsg) für den Bachelorstudiengang ‚Gesundheit und Diversity‘ befindet sich im zweiten Durchlauf. Das Ziel ist eine Vernetzung von Studierenden mit potentiellen Berufsvertreter*innen und die gemeinsame Erarbeitung und Beantwortung von Fragestellungen rund um den Berufseinstieg. Im Interview erzählt Linda Lück, die im sechsten Semester ‚Gesundheit und Diversity‘ studiert, über ihre Teilnahme am Mentoring-Programm.

Was war Ihre Motivation, sich für das Mentoring-Programm zu bewerben?

Linda Lück: Ich wollte jemanden kennen lernen, der schon einen Beruf hat. Jemanden, der einen ähnlichen Werdegang mitbringt und mit dem man sich über verschiedene berufliche Themen austauschen kann, die einen interessieren. Ich habe mir Unterstützung beim beruflichen Einstieg gewünscht und auch die Möglichkeit, Kontakte knüpfen zu können. Außerdem hat mir eine Studierende des ersten Mentoring-Durchlaufs berichtet, dass dieses Programm sehr gut sein soll.

Hatten Sie einen Wunsch, welchen beruflichen Hintergrund Ihr*e Mentor*in mitbringen soll?

Lück: Mein Wunsch war eine Mentorin oder ein Mentor aus dem betrieblichen Gesundheitsmanagement oder aus dem Sektor der Pflege beziehungsweise Seniorenhilfe, da ich mir unsicher war, in welche Richtung ich gehen möchte.

Wie wurde Ihre Mentorin ausgewählt?

Lück: Wir haben bei der Auftaktveranstaltung eine Art ‚Speed-Dating‘ gemacht, was ganz witzig war. Alle konnten sich so kennen lernen. Danach wurden wir auf der Basis einer schriftlichen Wunsch-Rangliste zugeteilt.

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Beim Speed-Dating lernen sich beim Mentoring-Programm für den Bachelorstudiengang ‚Gesundheit und Diversity‘ an der hsg alle kennen. Foto: hsg

Können Sie eine Beispiel-Frage benennen, die Sie mit Ihrer Mentorin besprochen haben?

Lück: Meine erste Frage war, wie die Mentorin zu Ihrem Beruf gekommen ist. Das finde ich immer interessant, da der Werdegang nach dem Studium oft anders verläuft als ursprünglich gedacht. Dann haben wir geklärt, was jede für Erwartungen an die andere hat.

Das Mentoring-Programm bietet einige Begleitveranstaltungen und Workshops. Haben diese einen persönlichen Nutzen für Sie?

Lück: Auf jeden Fall. Wir hatten schon einen Coaching-Workshop, in dem unsere Ziele und Prioritäten reflektiert wurden. Das hilft schon. Nächste Woche steht das Bewerbungs-Training an. Es ist, denke ich, ganz gut zu üben, wie man sich bestmöglich präsentieren kann. Die Workshops sind neben den regulären Lehrveranstaltungen des Studiengangs eine gute Vorbereitung, um sich für den Berufseinstieg zu professionalisieren.

Welchen Studierenden würden Sie das Mentoring-Programm empfehlen?

Lück: Denen, die Lust drauf haben. Die Studierenden sollten offen und  kommunikativ sein und Eigeninitiative zeigen. Geeignet ist das Programm für Studierende, die vielleicht ungefähr wissen in welchen berufliche Richtung sie gehen wollen, aber noch nicht festgelegt sind. Ein Außenstehender mit Berufserfahrung kann dann bei der Orientierung sehr gut helfen.

Welchen Tipp geben Sie künftigen Studierenden für die Berufsorientierungsphase?

Lück: Ich würde sagen, dass sie sich nicht auf eine Sache versteifen sollten. Sie sollten offen für Neues sein und sich in Praktika breit gefächert aufstellen, so dass sie möglichst viele verschiedene Bereiche kennen lernen.

Können Sie sich vorstellen, irgendwann als Mentorin am Mentoring-Programm teilzunehmen?

Lück: Auf jeden Fall. Es wäre cool als Mentorin wieder an der hsg zu sein. Vielleicht gibt es den Studierenden Vertrautheit und Sicherheit, wenn man als Mentorin den gleichen Studiengang abgeschlossen hat. Jetzt ist ‚Gesundheit uns Diversity’ natürlich ein noch sehr neuer Studiengang und es kann niemanden geben, der genau das gleiche studiert hat. Als Mentorin hätte ich dann aber später als eine von wenigen bereits den gleichen Werdegang absolviert, den die Studierenden gehen werden, und der Kreislauf im Mentoring-Programm hätte sich optimal geschlossen.


 

Das Interview führte Maren Daniel, Referentin für Akademische Angelegenheiten und Leitung der Mentoring-Programme an der hsg.
Aufmacher: hsg