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DAS ONLINE-MAGAZIN DER HOCHSCHULE FÜR GESUNDHEIT IN BOCHUM

„Ich hinterfrage oft mein Handeln“

Christina Malow studiert Pflege an der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) und arbeitet neben dem Studium als Kinderkrankenschwester im Marienhospital Witten. Dem hsg-magazin hat sie erklärt, wieso Gesundheits- und Krankenpflegerin ihr Traumberuf ist und warum dafür ein Studium für sie unbedingt dazu gehört.

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An der hsg Bochum können Pflegestudierende den Umgang mit besonders kleinen Patient*innen im 'Kinderpflegezimmer' tranieren, einem von vielen Skills-Labs an der Hochschule. Foto: hsg Bochum/Judith Merkelt-Jedamzik

Christina Malow kommt gebürtig aus Bochum und hat dort auch ihr Abitur absolviert. Während der Schulzeit hatte sie bereits ein Praktikum beim Deutschen Roten Kreuz gemacht und mit dem Gedanken gespielt, Rettungssanitäterin zu werden. Nach dem Abschluss entschied sie sich jedoch für ein Lehramtsstudium – Englisch und Biologie. Doch das Studium erschien ihr schnell zu trocken und sie sah sich nach anderen Möglichkeiten um.

So machte sie noch während des Semesters ein Praktikum im Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil. Sechs Wochen hospitierte sie dort auf der Herz-Thorax-Station in der Pflege. Auch in die Arbeit als Hebamme schnupperte sie in ein sechswöchiges Praktikum in der Frauenklinik in München hinein.  Schlussendlich fiel die Wahl dann auf den Bereich Pflege, weil dieser – so ihr Eindruck – vielseitiger sei und sicherere Berufsaussichten biete. Am Studienfach Pflege gefällt der hsg-Studentin besonders gut, dass es ihr eine breite Palette an Möglichkeiten bietet.

Im Bachelorstudiengang erlernte Malow erst einmal den pflegerischen Umgang mit erwachsenen Patient*innen. Doch während eines sechswöchigen Einsatzes auf einer Kinderstation des Marienhospital Witten lernte sie auch die Arbeit der Kinderkrankenpflege kennen. Dieser Fachbereich gefiel ihr besonders gut und so bewarb sich Malow im Anschluss an ihren Einsatz im Februar 2019 auf eine halbe Stelle in der Kinderstation des Marienhospitals in Witten. Dort sind die Patient*innen zwischen 0 und 18 Jahren alt und vor allem in den Wintermonaten – wenn viele Kinder aufgrund von ansteckenden Erkrankungen isoliert werden müssen – ist besonders viel zu tun.

Christina Malow gefällt das Studium an der hsg-Bochum. Sie findet, dass es zum Nachdenken über die eigene Berufspraxis anregt: „Ich hinterfrage oft mein Handeln und reflektiere, was ich mache oder was ich noch besser machen kann. Man recherchiert Patientengeschichten und spricht auch mit Arzt*innen über die Fälle“, so Malow.

Aktuell hat die Pflegestudentin ihre Bachelorarbeit zum Thema ‚Kindgerechte Beratung bei Erstmanifestation Diabetes mellitus Typ 1 im Schulkindalter‘ abgegeben und plant schon, wie es nach dem bestandenen Abschluss für sie weitergehen soll. Die 27-Jährige will nach Dresden ziehen und wird dort im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus als Gesundheits- und (Kinder)-Krankenpflegerin arbeiten. „Ich möchte erst noch etwas Berufserfahrung sammeln und dann meinem Master in Pflegepädagogik machen“, erklärt sie.

"Man recherchiert Patientengeschichten und spricht auch mit Arzt*innen über die Fälle"

Text: Judith Merkelt-Jedamzik, Online-Redakteurin des hsg-magazins. Der Text erschien am 17. März 2020 im hsg-magazin.

Aufmacher: Christina Malow. Foto: privat

 

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